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1984 – Theater nach George Orwell

Orwells Dystopie als Kammerspiel


Ein Theaterabend über Sprache, Macht und Erinnerung – Orwells 1984 in einer radikal reduzierten Bühnenfassung des KantTheaterBerlin mit Anette Daugardt und Uwe Neumann. Ein Text, der längst über seine literarische Herkunft hinaus zu einem Symbol geworden ist: für die Totalität der Kontrolle, die Zersetzung von Sprache, die Auflösung des Subjekts im Angesicht eines allumfassenden Systems.

Die Inszenierung: Zwei Schauspielende, ein leerer Raum, zwei Stühle – mehr braucht es nicht, um die existenzielle Spannung zwischen Individuum und Macht spürbar zu machen. Die Rollen wechseln fließend, die Grenzen zwischen Täter und Opfer verwischen. Gerade die Abwesenheit von Ausstattung schärft den Blick: auf das gesprochene Wort, auf die Mechanismen der Überwachung, auf das Auslöschen der Wahrheit durch Sprache.
Orwells Text ist hier kein historisches Dokument, sondern ein Brennglas: für Manipulation, bürokratische Gewalt, das Verstummen des Widerstands. In einer Gegenwart, in der Begriffe wie „alternative Fakten“ Alltag sind, stellt 1984 die Frage: Was ist Freiheit – und was sind wir bereit, dafür zu riskieren?

Ein Abend für alle, die sich nicht mit der Oberfläche zufriedengeben – und das Theater als Raum der Auseinandersetzung verstehen.

Besetzung: Uwe Neumann ist Winston Smith – Anette Daugardt schlüpft in die Rollen der Gegenspieler, der Geliebten, der Gedankenpolizisten.


Samstag, 04. Oktober 2025

Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr

VVK 13,00 € online zzgl. Gebühren, erm. 9,00 € |
AK 17,00 €, erm. 13,00 €