„Wenn ich mir was wünschen dürfte …“
Ein musikalisches Denkmal gegen das Vergessen - Witzig, frivol, politisch.
Jüdische Komponisten, Texter und Interpreten prägten die Kabaretts, Varietés, Revuen und Filme der 1920er Jahre. Ihre Schlager und Chansons waren geistreich, melancholisch, frech – und oft voller Lebensfreude. Lieder wie „In der Bar zum Krokodil“, „Die Liebe der Matrosen“ oder „Benjamin, ich hab’ nichts anzuziehn“ gehören bis heute zum musikalischen Gedächtnis dieser Zeit.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde diese kulturelle Blüte gewaltsam beendet. Viele jüdische Künstlerinnen und Künstler mussten Deutschland verlassen, wurden verfolgt, deportiert und ermordet. Andere konnten nach 1945 nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen; Namen und Werke verschwanden teilweise für lange Zeit aus dem öffentlichen Kulturleben.
Christine Weghoff und Jochen Faulhammer widmen sich in ihrem Programm Liedern unter anderem von Friedrich und Victor Hollaender, Kurt Weill, Werner Richard Heymann und Hanns Eisler sowie dem Repertoire der Comedian Harmonists. Dabei werden Witz, Leichtigkeit und musikalische Vielfalt dieser Zeit ebenso hörbar wie der historische Bruch, der das Leben und Arbeiten vieler dieser Künstlerinnen und Künstler bestimmte.
Jochen Faulhammer bewegt sich als Sänger zwischen Lied, Oratorium, Musiktheater, Alter Musik und Musikkabarett.
Christine Weghoff ist Pianistin, Akkordeonistin und Komponistin und arbeitet seit vielen Jahren an Theatern sowie in der Konzertpädagogik und Musikvermittlung.
Gemeinsam verbinden sie musikalische Erfahrung mit einem Programm, das Erinnerung nicht museal behandelt, sondern über die Lieder selbst lebendig werden lässt.
In Kooperation mit: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Hersfeld-Rotenburg e.V
Sonntag, 08. November 2026
Einlass 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr